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Voneinander lernen – Projektfach „Blindheit erleben“ in einer Gehörlosen-Schule

Fühlen, Riechen, Tasten - das waren die wichtigsten (Sinnes)-Erfahrungen, die die Schüler*innen der Cüppers Schule in Trier-Tarforst gleich am ersten Tag nach den Ferien erleben durften.

Am 2. November haben Mitarbeiter*innen und Freiwilligendienstleistende in einem gemeinsamen Kooperationsprojekt des Bistums Trier die Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule für knapp zwei Stunden besucht.

Grund für den Besuch war es, das ein großes Interesse der Kinder darin bestand, einiges über Blindheit zu lernen. Und das konnte ganz praktisch und nahbar mit der Erfahrung von Nicole Hemmerling, der Abteilung Jugend des Bistums Trier, vermittelt werden. Mit 6 Jahren ist sie selbst erblindet und beantwortete daher die vielen interessanten Fragen der Schüler*innen ganz anschaulich. Fragen wie: „Können blinde Menschen ein Handy bedienen?“ oder „Wie wähle ich meine Kleidung aus wenn ich blind bin?“ polterten nur so in den Raum. Nach der informativen Fragerunde durften nicht nur alle Schüler*innen aus der 3. bis 5. Klasse, sondern auch die Lehrerinnen an einem Erlebnis-Stationslauf teilnehmen.

An der ersten Station wurde das Blindenschriftalphabet erklärt. Die Kinder versuchten zu ertasten, welche Wörter sich hinter der Brailleschrift versteckten. Brailleschrift ist eine spezielle Punktschrift, die von Louis Braille 1825 für blinde Menschen eingeführt wurde. „Hierzu ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt, und das ist auch für die einzelnen Geld-Münzen mit unterschiedlicher Riffelung nötig“, erklärte Frau Hemmerling an ihrer Station.
Abenteuerlich wurde es an der Taststock-Station. Mit Augenbinden konnten alle Kinder selbst die Erfahrung machen, nur mit Hilfe eines Blindentaststocks im Klassenzimmer zu laufen.An einem 3. Stationstisch ging es um intensives „Fühlen“. Die Freiwilligendienstleistende Ella erklärte ganz sensibel mit Hilfe von Tastbüchern sowie einem barrierefreien „Mensch ärgere Dich nicht“-Spiel, welche Rolle der Tastsinn spielt, wenn man nichts sehen kann.
Zum Ende hin durften dann alle Kleingruppen noch eine besondere „Geruchsstation“ ausprobieren. Sie bestand aus kleinen Jutesäckchen gefüllt mit Lavendel, Minze, Zimt und Zitrone. Der Freiwilligendienstleistende Adrian führte die Kinder durch die Welt der Gerüche. Wie wichtig ist der Geruchssinn zur Orientierung – genau das konnte unter einer Augenbinde noch intensiver wahrgenommen werden.

Abschließend gab es auf die Frage der Lehrerin, ob die Kinder etwas durch das Projektfach „Blindheit verstehen“ gelernt haben, ein lautes, freudiges „JAA!“.

Die Mitarbeiter*innen des Bistums Trier bedankten sich ganz herzlich für den Besuch und wünschen allen Schüler*innen der WHC-Schule ein tolles, erlebnisreiches Schuljahr.

(Text: Redaktion Tonpost)

  • Spendenaktion des Deutschen Katholischen Blindenwerks e.V. (DKBW)

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    In der staatlichen Blindenschule in Charkiw-Ordshonikidze befinden sich seit dem 24. Februar (teils selbst blinde) Lehrkräfte sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die die Stadt nicht verlassen können. Aus der Schule wurde somit zugleich ein Notquartier, das Güter des täglichen Bedarfs dringend benötigt.

    1994 hat das DKBW das Hilfsprogramm „Ukraine“ in seine Auslandsarbeit aufgenommen. Auch der Katholische Blindenverein für die Erzdiözese Berlin e.V. hat sich an der Unterstützung der ukrainischen Blindenvereinigung von Charkiw-Ordshonikidze und der Franziskanerinnen, die die blinden und hochgradig sehbehinderten Kinder im Kindergarten und der staatlichen Blindenschule von Charkow betreuen, beteiligt.

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